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+Was wurde aus Schloss Wurmsham ?
Peter Käser
kaeserpe@t-online.de

Was wurde aus Schloss Wurmsham ?

Ein Schreiner kauft vor 200 Jahren das Schloss


Der Kupferstecher Michael Wening erhält vom bayerischen Kurfürsten um 1710 den Auftrag, das Schloss Wurmsham – in einem fast fotographischen Kupferstich - für alle Zeiten festzuhalten. Zu dieser Zeit hatte das Schoss den Zustand eines Neubaues, das der Adelige Albrecht Sigismund von Riemhofen, an Stelle eines früheren Schlosses 1695 erbauen ließ. Albrecht Sigismund ist nach der Fertigstellung des Schloss-Neubaues, vom benachbarten Schloss Vatersham in das neue Schloss nach Wurmsham umgezogen. Der bayerische Rat und Landsasse Albrecht Sigismund Riemhofer zu Vatersham, „Ihre Churfürstliche Durchlaucht in Bayern“, kauft am 24. März 1683 den Sitz Wurmsham mit dem alten Schlossbau. Ob nun auch das alte Schloss an der Stelle des Neubaues gestanden hat, entzieht sich der derzeitigen geschichtlichen Nachforschung. Die alten adeligen Sitze - und Wurmsham war schon im 14. Jahrhundert der Sitz einer Adelsherrschaft - standen in der Regel an einem Ort, zum Schutz, umgeben von einem Wassergraben. Hier wurde in der Regel ein Burgstall, eine Erhebung mit einem Haus, umgeben von einer Graben- und Weiheranlage errichtet. Später dann, wie z. B. auch beim Schloss Bonbruck, wurde ein Neubau auf einer südlichen Anhöhe errichtet.

Einige Jahre konnten sich die Riemhofer ihres neuen Schlossbaues in Wurmsham doch noch erfreuen. Die Kinder waren schon früh verstorben. Die Herrin im Schloss, Katharina Franziska Riemhofer, geborene Trainer starb am 26. März 1710; ihr Gatte Albrecht Sigismund am 7. August 1719, als Letzter vom Familienstamm der Riemhofer, Herr zu Vatersham, Haslbach, Ottering, Tödting und Wurmsham. Begraben wurden beide in der Kirche von Vatersham, wohin sie auch 1691 einen Messjahrtag für ihr Seelenheil gestiftet haben.
Nach dem Tode seiner Gattin und auch kurz vor seinem Tode, hat Albrecht Sigismund Riemhofer noch im Jahr 1717 ein Stadthaus in Mühldorf erworben. Vielleicht wollte er hier seine letzten Lebensjahre verbringen.

Eine Aufschreibung vom Sitz und dem alten Schloss Wurmsham besteht noch aus dem Jahr 1694, ein Jahr bevor der Neubau des Schlosses Wurmsham entstand. Genannt ist der „Süz Wurmbshamb“ mit einem „alt gemauerten Haus“. In der Aufschreibung steht: „Das Schloss wird vom Inhaber neu erbaut“. Zum Sitz gehört der Schloss-Hofbau, so zusagen der Hof- oder Schlossbauer - ein Bauernhof, der Puechpaur, eine Taverne (Wirt), eine Schmiedstatt, ein Badhaus, die Mesnersölde und andere fünf kleine Leerhäusl, dann der Thanner auf der Thannen. Zu den auswärtige Gütern gehört Köpfelsberg bei Frauensattling in der Obmannschaft Binabiburg, das Gut in Birnkam, ein Hof in Hinzing; das Khopfgütl in Niedersattling, der Hof in Wald, so der Hans Asanger inne hat, in der Obmannschaft Breitenau“. [1]

1695 baut Albrecht Sigismund ein neues Schloss in Wurmsham und übersiedelt auch vom benachbarten Schloss Vatersham in den neuen Bau, so wie er auf dem Kupferstich von Michel Wening aus dem Jahre 1710 zu sehen ist.

Das Wappen der Riemhofer auf Vatersham und Wurmsham


Wo stand das Schloss Wurmsham ?
Der neue Schlossbau stand nordwestlich der Kirche, war gut gemauert, zweistöckig und von Gärten und Ökonomiegebäuden umgeben. Das Haus war beinahe quadratisch mit je fünf Fensterachsen. Es bestand aus dem Erdgeschoß, dem ersten und zweiten Stockwerk und einem hohen Walmdach, das zwei Kamine überragten. Zur Straße hin stand eine große, abgewinkelte, zweistöckige Stallanlage. Der Schlossbau überragte die andern Dorfhäuser um ein Vieles.

- Nach dem Uraufnahmeblatt, der ersten erstellten Katasterkarte vom Jahr 1810, gab es in früher Zeit die Straße nach Wald/Schleichwies/Velden noch nicht, so wie sie heute vor dem Wirt und Krämer/Bäcker vorbeiführt. Das Schloss mit den Stallgebäuden war am Ende des Dorfes, und es führte nur eine Fahrt oder ein Gangsteig am Schloss vorbei.

Michael Wening beschreibt das Schloss um 1710: „…hat derselbe das vorhanden ge-wesene alte Schlößl - so es zur Wohnung nicht mehr ge-taugt hat - abbrechen und dagegen ein neues ge-mauertes dreigeschossiges Schloss anno 1695 erbauen lassen. Ihre Churfürstliche Durchlaucht Albrecht Sigmund von Riemhofen hat sich nunmehr mit seiner Wohnung von Vatersham hierher nach Wurmsham begeben.“ [2]

Schloss Wurmsham, Ausschnitt aus dem Kupferstich von Michael Wenig, ca. 1710


Vom Schlage getroffen starb der letzte Riemhofer, Albrecht Sigismund am 9. August 1719. Mit seinen Erben bestand nun ein längerer Streit wegen seinen Besitzungen, da diese zu den Lehen der Altenfraunberger, dem Kurfürsten und seinem Lehenhof in München, und der Lehenstube der Altfraunhofener strittig waren. Durch diese Erbauseinandersetzung war Wurmsham bei den Adeligen der Stöckl von Hertenberg und dann bei den Ammann/Amon von Au, zu Ellenbach und Wurmsham. Johann Ferdinand Alois Freiherr von Wager hat Wurmsham 1722 erworben. Er nannte sich „von und zu Vilsheim auf Sattlbogen, Wurmsham und Vatersham, Ottering (bei Taufkirchen/Vils) und Thödting“. Seit 1720 war er mit Maria Anna Franziska, Tochter des Mathias Ignati Amon/Amman von Au zu Ellenbach und Thödting verheiratet.
- Mit dem Übergang der Herrschaft Wurmsham von Freiherr Wager an die Grafen von Törring im Jahr 1730, zog mit Sicherheit in Wurmsheim über 50 Jahre lang, höfisches Leben ein. Die Törring wohnten auf Schloss Wurmsham und standen im Dienste des Kurfürsten. Sie waren in den höchsten kirchlichen und herrschaftlichen Ämtern zu finden - Graf Leonhard Simpert und seiner Gattin Judith Isabella von Törring sind in der Kirche von Wurmsham begraben.

- Zur Hofmark Wurmsham gehörten im 18. Jahrhundert 15 Anwesen in Wurmsham, 5 Anwesen im Pfleggericht Neumarkt (u. a. der Maierhof in Aspertsham), 6 Anwesen im Pfleggericht Vils-biburg, 6 Anwesen im Pfleggericht Teisbach, 1 Anwesen im Pfleggericht Dingolfing und 1 Anwesen im Pfleggericht Kling (bei Schnaitsee).

Von 1730 bis 1786 gehörten die Hofmarken und Schlösser Vatersham und Wurmsham den Grafen von Törring zu Jettenbach[3] (Pfleggericht Kraiburg am Inn) auf Falkenstein, Arnschwang und Ränkam (Lkr. Cham).[4]

Die Anrede für Leonhard Simpert ist Churfürstliche Durchlaucht in Bayern. Er war Kammerer und Wirklicher Geheimer Rat, dann Gemein Löblicher Landschafts- und anwesender Verordneter des Unterlandes, sowie kurfürstlich bayerischer Oberst-Erblands-Jägermeister. Leonhard Simpert heiratet am 9. Januar 1689 Judith Isabella von Thürhaim – welche auch in Wurmsham begraben liegt. [5] Leonhard Simpert stirbt in Landshut am 1. November 1734, seine Gattin Judith Isabella stirbt in München am 30. Januar 1736 im 68. Lebensjahr. Der Enkel Max Prokop wird Bischof von Regensburg und Freising.

- Zur Hofmark Wurmsham im Landgericht Vilsbiburg, mit seinem Besitzer Max von Törring gehörte 1752 das Dorf Wurmsham, mit den 13 Gütern: Puechbauer mit der Schustersölde, Bauer, Wirt (Tafern) mit Metzgerei, Bader, Kramer, Amtshaus, Schmied, Binder/Mesner, Wagner, Schreiner, Schusterhäusl, Müller, in Holzmühle der Müller.
- Im Pfleggericht Neumarkt war bei der Hofmark Wurmsham: Unterthalham - der Bauer/Kainz; Brodfurt - der Wirt mit der Tafern; Oberwiesbach - der Bauer/Birkner; Aspertsham - Maier/Doni; Misthilgen - Pfeifferwastlsölde.
- Im Pfleggericht Vilsbiburg war bei der Hofmark: In Vils – der Bauer; Niedersattling – der Viertelbau das Khopfgütl; Müllerthann - Kranz; Birnkam – Bauer (bei Eberspoint); Köpfelsberg bei Vilsbiburg - Köpfelsberger; der Viertelbau zu Wald – Asanger (Obmannschaft Breitenau).
- Im Pfleggericht Teisbach war bei der Hofmark Wurmsham: Maieröd (bei Gerzen) Herrnreiter oder Mairöder; Lohmann oder Baumgartnersölde; Pointmann; Hermannsöd - Hermannseder; Rutting - Liebl; Reichersdorf – Bauer (bei Gundihausen).
- Im Pfleggericht Kling bei Wasserburg: In Honau (Gde. Obing) – der 1/8 Schmied.
- Im Pfleggericht Dingolfing: in Allersberg der Wieserer.[6]

Maximilian Joseph von Törring (1747-1800) veräußerte das Schloss Wurmsham am 5. Dezember 1786 an die Reichsgräfin Maria Josepha von der Wahl, geborene Freiin von Neuhaus auf Zangberg, und ihren Schwager Franz Xaver Reichsgraf von der Wahl auf Aurolzmünster. Als Franz Xaver 1791 verstorben war, erhielt Maria Josepha das Schloss Wurmsham zum Alleineigentum.[7] Sie vereinigte die Güter Salmannskirchen, Schönberg, Oberbergkirchen, Binabiburg und Zangberg, erwarb 1786 die Sitze Vatersham und Wurmsham, 1795 die Hofmarken Walkersaich und Schwindach. Sie starb 1807 als Witwe ohne Nachkommen. Von 1808-1811 waren die Güter bei der Patrimonialverwaltung der gräflich Wahl´schen Erben - 1811 wurde Zangberg dem Grafen Joseph Mathias Albert von Taufkirchen zugesprochen.[8]
- Durch eine Erbverbindung der Grafen von der Wahl, kam Wurmsham 1811 an Joseph Mathias Albert Graf von Taufkirchen (* 07.06.1752, + 18.02.1843), Herr auf Aurolzmünster, Katzenberg und Zangberg, Seiner königlichen Majestät von Bayern Kämmerer, wirklicher geheimer Rat und Oberstsilberkämmerer. Er beschäftigte sich so stark mit der Kunst des Goldmachens, der Alchimie, dass er bald verarmte. 1818 kommt Zangberg und die noch bestehenden Schlösser und Hofmarken an den Grafen Franz von Deroy.

Die riesige Schlossanlage von Zangberg, um 1710. Hier wohnte der letzte Schloss-besitzer von Wurmsham, Graf Joseph Mathias Albert Graf von Taufkirchen, welcher im Jahr 1814 das Schloss Wurmsham an den Schreiner Krinniger verkaufte.
Vermutlich brauchte der Graf das Geld, um seiner Beschäftigung mit Alchemie, dem Goldmachen nachzukommen – wobei er jedoch schnell verarmte.


Der Schreiner Bartholomäus Krinninger bekommt das „Schneiderhaus“ geschenkt, und kauft 1814 das Schloss Wurmsham.
Noch von Maximilian Joseph, Graf von Törring hat der Wurmshamer Schreiner, Bartholomäus Krinninger das Haus mit der Hausnummer 3 „Das Schneiderhaus“ mit realer Schneidergerechtigkeit am 13. Mai 1786 geschenkt erhalten. Und Krinninger wird einige Jahre später das Schloss Wurmsham kaufen – und dort eine Schreinerei einrichten. [9] Das „Schneiderhaus“ mit der Hausnummer 3, geht am 12. Dezember 1822 an den Sohn Max Krinninger, ebenso das ehemalige Schloss mit der Hausnummer 1 – nunmehr das „Schreinerhaus“. Nach dem Tode von Bartholomäus Krinninger hat Franz Hug am 31. Mai 1825 das „Schneiderhaus“ durch Heirat der Katharina, verwitwete Krinninger, mit der Schneidergerechtigkeit erhalten. Er zahlt als Leibgeld zum königlichen Rentamt Vilsbiburg jährlich 2 Gulden und 30 Kreuzer. Das kleine Schneiderhäusl mit nur insgesamt 100 qm Besitz, stand seitwärts vor dem Schlossbau – genau dort wo heute die Bäckerei Kellermann ist.

Jahr 1792 - Karte vom Quellgebiet der Bina und Rott mit Wurmsham und Seifriedswörth.
Hauptstaatsarchiv München, Plansammlung Nr. 7385, Vermessung vom Jahre 1792;
Skizze v. J. Consoni, Cameral Geometer.


Der Auflösung von Hofmarken und Sitze und deren Gerichtsbarkeiten ihrer Besitzer, ging die Erstellung von Übergangsgerichten (Patrimonialgerichten) voraus. Der Antrag für ein solches erfolgte am 30. Dezember 1819 (Akt vom 4.4.1820). In Zangberg befand sich am 28. Dezember 1812 der Sitz von 11 Patrimonalgerichten ehemaliger Hofmarken, darunter auch dem Patrimonialgericht Wurmsham, gerichtbar zum Grafen Josef Mathias Albert von Taufkirchen.
Das Patrimonialgericht Zangberg vereinigte am 3. Juni 1820 (Akt vom 20.11.1828) die ehemaligen Hofmarken Binabiburg, Vatersham, Haunzenbergersöll, Oberbergkirchen, Geratsfurt, Walkersaich, Schönberg, Schwindach, Kai, Salmannskirchen und Wurmsham, lauter ehemalige Hofmarken der Herrschaft Zangberg. [10]

Steuerdistrikt Wurmsham
Die Instruktion vom 13. Mai 1808 erklärte die Einteilung der alten Rentämter in möglichst gleich große Steuerdistrikte zum Zweck der gleichen Besteuerung, als Ziel der Neuorganisation der alten Verwaltungseinheiten. In einem tabellarischen Verzeichnis vom 28. November 1811 der Steuerdistrikte im Isarkreis, Landgericht Vilsbiburg, sind 30 Orte aufgeführt. Mit der Distriktnummer 30 ist Wurmsham aufgeführt mit 2 Dörfer, 5 Weiler und 19 Einöden. [11]
- Nach der Bildung der Steuerdistrikte, wurden Häuser- und Rustikalsteuerkataster angelegt.
- Nach dem Grundsteuergesetz vom 15. August 1828, wurden auf der Grundlage der gebildeten Steuerdistrikte die Steuergemeinden gebildet.

Ein Schreiner kauft das Schloss Wurmsham
Im Jahr 1808 beginnt in Bayern die erste Vermessung. 1810 erscheint die erste Katasterkarte, das so genannte Uraufnahmeblatt von Wurmsham, in der Größe 1:5000. [12] Nun werden auch Kataster angelegt, und die Höfe und Häuser mit ihrem Besitz fixiert. In der ersten bayerischen Vermessung und im Kataster vom Jahr 1813 hat das Schloss Wurmsham die Hausnummer 1: Wohngebäude, Nebengebäude und Garten. Sie gehören noch zum Grafen von Taufkirchen, Grundbar zum Patrimonialgericht (Übergangsgericht) Zangberg.



Die Hausnummer 2 hat der Wirt Josef Held. 1813 wird er mit den „Schlossbaugründen“ genannt. Er hat die reale Tafern- und Metzgergerechtigkeit. Schon 1786 kauft die Mutter von Josef Held um die hohe Summe von 3.500 Gulden alle Gründe des Schlosses, die so genannten Schlossbaugründe, mit allen Einrichtungen - und auch die Hausnummer 84 in Wald, vom letzten Besitzer der Törring auf Wurmsham, von Graf Max Joseph von Törring.

- 1813 ist das Dorf im Steuerdistrikt Wurmsham.
- 1814 kauft der Schreiner Bartholomäus Krinninger um 1.000 Gulden das zum Grafen Joseph von Taufkirchen, Grundbar zum Patrimonialgericht Zangberg, gehörige Schloss Wurmsham (Haus Nr. 1).

Der Betrag von 1.000 Gulden ist kein kleiner, da ja auch kein Grundbesitz mehr vorhanden war, er ist schon 1786 zum Wirt gekommen.

Auszug aus dem Uraufnahmeblatt Wurmsham vom Jahr 1810.
Nr. 1 Schloss. Rechts davor mit der Haus Nr. 3 das „Schneiderhäusl“ – später „Schreinerhaus“.
Gegenüber mit der Nr. 2 der Wirt und Nr. 4 der Schmied, rechts die Kirche.


Der Steuerkataster vom Jahr 1814 nennt mit der Hausnummer 1, das Schloss ohne Schlossbaugründe, und als Besitzer den Schneider Balthasar Krinninger mit dem Besitz von 1 Tagwerk 97 Dezimalen [13] und Wohnhaus (= Schloß), Nebengebäude und Garten. Von früher her besitzt Krinninger noch das kleine Schneiderhäusl mit der Hausnummer 3, das er am 1. Mai 1786 von der Herrschaft geschenkt bekommen hat, mit etwa 100 Quadratmetern. [14]

Der Steuerkataster vom Jahr 1824 nennt mit der Hausnummer 1 (das ehemalige Schloss), das Schneiderhaus und den Schneider, Bartholomäus Krinninger, und seit dem 12. Dezember 1822 seinen Sohn Max Krinninger (Krünninger). [15] Dann mit der Hausnummer 3, den Schreiner, das 1/16 Schreinerhaus, Balthasar Krinninger, nun von Max Krinninger am 12. Dezember 1822 übernommen. So ist am12. Dezember 1822 das ganze Areal Schneiderhaus-Schloss, nunmehr Schreiner, an Max Krinninger gegangen.

- Franz Hug hat am 31. Mai 1825, nach dem Tod von Bartholomäus Krinninger das Schreinerhaus durch Heirat der Katharina, verwitwete Krinninger mit der Schreinergerechtigkeit erhalten.

Schon am 2. Juli 1808 gibt es einen Steuerdistrikt Wurmsham mit 84 eingetragenen
Steuerhausnummern.


Der Urkataster vom Jahr 1843 – Hausnummer 3
Das Kataster- Umschreibheft von 1860
In der Steuergemeinde Wurmsham wird am 22. Mai 1843 die Aufnahme des Urkatasters, der ersten Aufschreibung des Besitzstandes, sogleich der erste Grundsteuerkataster abgeschlossen.[16] Die Regelung über die Abtretung des Obereigentums und des Zehents regelt der Vorstand der Steuergemeinde Wurmsham Georg Söll und der Pfleger Jakob Neulinger.
In der Uraufnahme von Wurmsham im Kataster vom 22. Mai 1843 besteht der Steuer-distrikt Wurmsham aus 31 Dörfern, Weilern und Einöden mit insgesamt 46 Häusern, 1905 Parzellen und einer Fläche von 2.796 Tagwerk[17] und 90 Dezimal [18].

Der Besitzer Max Krinninger ist gestorben. Seine Witwe Katharina heiratet den Schreiner Franz Hug, und damit hat Hug das Schreinerhaus, bzw. das Schloss 1825 erhalten.
Nach dem Urkataster vom Jahr 1843 gibt es die Hausnummer 1 - das Schloss, nicht mehr – nunmehr sind die Gebäude des ehemaligen Schlosses mit der Hausnummer 3 integriert.
- Nach dem Protokoll über Liquidation des Besitzstandes und der Dominikalien, zu-gleich Grundsteuer-/Urkataster der Ortschaft Wurmsham vom 22. Mai 1843, hat in der Steuergemeinde Wurmsham die Hausnummer 3, Schreiner, Franz Hug, dann Michael Spagl (manchmal auch Spargl geschrieben). [19]
- Der Urkataster nennt: a) das Schreinerhaus, b) die reale Schreinergerechtigkeit und die Gebäude: Wohnhaus, Kuhstall, Backofen und Wurzgarten. Der Blutzehent, von jeder Kuh 4 Kreuzer, von den Lämmer und Gänsen das 10. Stück; 1/3 davon geht zur Pfarrei Oberbergkirchen, 2/3 sind frei. Das Schreinerhaus hat Franz Hug am 31. Mai 1825 durch Heirat seiner Frau Katharina verwitwete Krinninger (Krönninger) mit der Schreinergerechtigkeit erhalten. Das Leibgeld der Schreinergerechtigkeit zum königlichen Rentamt Vilsbiburg beträgt 2 Gulden 30 Kreuzer.
- Am 4. April 1849 kauft den ganzen ehemaligen Schlossbesitz mit 7 Tagwerk, 44 Dezimal Grund, nebst der Schreinergerechtigkeit, Michael Spagl - und auch die Wurmshamer Hausnummer 15 ¼.
- Im Herbst 1860 wird ein Wohnhaus mit Gebäude errichtet. Genannt sind auch Stallung, Stadel, Wagenschupfe, Backofen und Hofraum. Dieses Wohnhaus könnte nun aus den Materialien des ehemaligen Schlosses Wurmsham entstanden sein.
- Am 15. April 1862 übergibt Michael Spagl den Besitz an den Sohn Anton.[20] Dieser heiratet, und seine Gattin Anna, eine geborene Limmer, ist im Kataster am 14. August 1863 als erbberechtigte Mitbesitzerin angeführt. Am 1. März 1867 ist Anton Spagl ge-storben, den Besitz, Hausnummer 3 hat nun Anna alleine. Durch einen Zwangsverkauf am 24. November 1867 gehen das Haus mit Gebäude, und 9 Tagwerk, 74 Dezimalen Grund um 3.550 Gulden an Georg Dasch. Er hatte dafür die Hausnummer 15 1/3 verkauft, und kauft nun 1867 die Hausnummer 3.

- Die Tochter des Georg Dasch, Helene und ihr Bräutigam Sebastian Bichlmaier er-halten den Besitz im Wert von 8.571 Mark am 4. Oktober 1876.

Auf dem Balkon steht geschrieben „Krämerei des Sebastian Bichlmeier.
Foto um 1910


- Im Sommer 1920 stirbt Helene Bichlmaier, geborene Dasch. Im I. Quartal 1921 ist im Kataster die Erbfolgegemeinschaft eingetragen: Bichlmaier Ludwig, Sebastian, Sophia, Theodor, Sebastian, Adolf, August, Matthäus, Georg, Johann, Otto; Bauer Therese, Baumann Franziska und Ott Julia, in der Erbfolge vom 2. August 1920.
- Am 2. Mai 1922 heißt der alleinige Besitzer Bichlmaier Ludwig. Im Ehe- und Erbvertrag vom 12. Juni 1922 beteiligt Ludwig Bichlmaier auch seine Ehefrau Katharina, geb. Mosner.
- Im III. Quartal 1925 wird der Getreidestadel vergrößert und im Kataster erscheint zum ersten Mal das Wohnhaus mit einem Laden, dann der Stall, Holzremise, Stadel- und Schweinestall, Hofraum, Gras- und Wurzgarten, insgesamt 11 Tagwerk, 02 Dezimalen. Im Juni 1926 geschieht der Neubau von Kuh- und Schweinestall.
- Ein Wohnhausneubau/Anbau geschieht im III. Quartal 1934. Nun ist im Kataster eingetragen: Wohnhaus mit Laden, Stallungen, Stadel mit Wagenschupfe und Hofraum, 3 Hektar 7.540 Dezimal.



- Nach dem Tode von Ludwig Bichlmaier geht der Besitz am 13. März 1943 in der Erbfolge an Bichlmaier Katharina, geb. Mosner.

Aus Datenschutzgründen dürfen nähere Nachforschungen von mir nur bis 1950 gemacht werden.

- 1959: Kellermann Anna, geb. Mosner alleine: Haus Nr. 3: Wohnhaus mit Laden, Wirt-schaftsgebäude, Hofraum.
- 1963: Kellermann Josef und Anna, geb. Mosner.
- 1967: Kellermann Josef jun. und Elisabeth, geb. Zeiler.

Hier stand das im Jahr 1695 errichtete neue Schloss Wurmsham.
Am Platz der Gebäulichkeiten des heutigen Krämer- und Bäckers Kellermann stand das im Jahr 1695 erbaute Hofmarksschloss Wurmsham, welches um 1860 abgerissen wurde und das Material sicherlich für Neu- und Anbauten auf dem Grundstück Haus-nummer 3 Verwendung fand.
- In der Regel waren die Ziegelsteine, Holz und sonstiges Baumaterial, für so einen Schlossbau, aus gutem Material, und der spätere alleinige Besitzer konnte dieses auch in der Regel immer gut weiterverwerten.

Alte Besitzverhältnisse zum Schloss Wurmsham
Da ja Wurmsham in einer Aufschreibung im Schenkungsbuch der Probstei Berchtesgaden, schon im Jahr 1197 genannt ist,[21] kann davon ausgegangen werden, dass sich hier auch ein Dienstmann befand.

Wo wohnten sie – die Wurmshamer Dienstmänner und Adeligen?
Sicherlich haben sie ihre Behausung im Schutzbereich eines Feuchtgebietes – auf einem Burgstall, einem Wohnturm, oder aus Holz oder schon aus Ziegelsteinen erbautem Haus/Schloss, umgeben von einem Wassergraben angelegt.
- In der zweiten Hälfte des 11. Jhd. verbreitete sich neben den Hoch- und Fluchtburgen ein neuer Typ von Burgen; ein in Nordwestfrankreich entstandener Burgtyp, der über das Rheinland nach Süddeutschland gelangte. Es handelt sich um die sog. Motte (Donjon) oder Turmhügelburg. Die überlieferte lateinische Bezeichnung dafür ist mota. Mit motte ist hierbei der charakteristische Erdhügel gemeint. Dabei wird innerhalb eines ringförmigen Grabens mit dem Aushub ein Hügel aufgeworfen, dessen abgeflachte Gipfelfläche mit hölzernen oder steinernen Aufbauten - meist turmförmigen Gebäude - versehen war. Weitere deutsche Bezeichnungen sind Turmhügelburg, Erdhügelburg oder Erdkegelburg.
- Es kann davon ausgegangen werden, dass diese Burgen bereits einen einzelnen (adeligen/freien) Besitzer hatten, im Gegensatz zu den Fluchtburgen, deren Unterhalt von einer Gemeinschaft getragen werden musste. Die Motte bildet demzufolge einen Bautypus, der zu einer sozialen Schicht hervorragend passt, die aus ländlich-bäuerlichen Ursprüngen stammend erst langsam zur Macht und Reichtum vordringt. Der Wohnturm ist die wohl naheliegendste Art, schon zu Anfang des Aufstiegs auch baulich ein Symbol zu setzten. Dennoch wohnte der Dienstmann überwiegend im leicht befestigten und mit Wirtschaftsgebäuden versehenen Herrenhof, der im oder in der Nähe des Dorfes lag. Der Wohnturm (Motte), wie die Platzierung auf einem nahen Hügel, dürfen als verstärkte Überhöhung verstanden werden, die mit dem wachsenden Selbstverständnis zu Ausbau von Grundbesitz und Wirtschaftskraft führte. [22]

Könnte das sein?
Vielleicht sollte man eine Hypothese auftun, wo das alte Schloss Wurmsham gestanden hat.
In Wurmsham würde sich hierzu das Feuchtgebiet, westlich des Ortes anbieten. Hier war nach der Katasterkarte von 1810 zwischen dem Dorf und Wald der Langweiher, wovon der Wirt seine Wiesen an bestimmten Tagen wässern durfte. Hier fließt heute der Wimreither Graben. In diesen Bereich würde die alte Schlossanlage mit einem Wassergraben und Burgstall, gut passen.
- Zu bemerken wäre, dass die Hausnummer 14, der Buchenbauer seine Namens-Ableitung von den Adeligen der Puecher auf Wurmsham hat, die hier schon im 14. Jahrhundert zu finden sind.
Der Puechbauer oder Buchenbauer, also der Bauer der Adeligen der Puecher, war der Bauer der zur Herrschaft dienstbar war – zum Schloss gehörte. Seine Lage ist eindeutig, er wäre ganz in der Nähe dieser angedachten alten Schlossanlage.
- Im Kataster von 1843 erscheint in Niederwurmsham mit der Hausnummer 23 ebenso ein Bucherbauer.

Der Wirt im Dorf
Der Wirt von Wurmsham hatte die Hausnummer 2. Im Jahr 1786 hat er die ganzen Gründe der Wurmshamer Hofmarkherrschaft von Graf Max Joseph von Törring er-worben. Im Kataster vom Jahr 1813 wird die Hofgröße des Wirts mit einem ¼ Hof an-gegeben. Interessant ist, dass der Wirt hier mit den Schlossbaugründen genannt wird. Dies ist der Hinweis, dass der Wirt die Grundstücke des Schlosses übernommen hat: „1786 werden von der Mutter des Wirt Josef Held die Schlossgrundstücke und alle Einrichtungen um 3.500 Gulden erkauft.“
- 1813 wird der Wirt Josef Held mit seinen Schlossbaugründen genannt. Er hat eine reale Tafern- und Metzgergerechtigkeit.

- Der Rustikal Steuerkataster vom Jahr 1814 nennt den ¼ Wirtshof inklusiv den Schlossbaugründen. Der Wirt gehört zum Graf Taufkirchen Patrimonialgericht Wurms-ham. Nach der Überschreibung des Besitzstandes und der Dominikalien nennt der Grundsteuerkataster am 22. Mai 1843 mit der Hausnummer 2, den Wirt - Josef Stolz. Einige Flurnamen vom Wirt sollen hier angeführt werden: Ziegelstadelland, Etzackerl, Schlossacker, Wölflacker, Winkelacker, Schlossfahrt. Auch hatte der Wirt ein Wässerungsrecht für bestimmte Wiesen: Er darf den Ablauf des Langweihers wöchentlich von Freitag früh bis Samstagabend benützen, um seine Wiesen zu wässern. Dem Pfarrer von Oberbergkirchen gibt er jährlich 4 Laib Brot, dem Mesner von Wurmsham pro Jahr 1 Vierling[23] Korn, auch dem Mesner zu Seifriedswörth und dem Mesner zu Oberbergkirchen das selbige, außerdem Leutgarben.

Protokoll über Liquidation des Besitzstandes und der Dominikalien zugleich Grundsteuerkataster der Ortschaft Wurmsham,
Staatsarchiv Landshut, Signatur 19/39-1. (Vom 22. Mai 1843).

- Wirt, Haus Nr. 2, Joseph Stolz. Am 2. Juli 1816 durch Heirat der Ursula, geb. Held, mit Haus Nr. 84 (der Hof in Wald) erhalten.
- 11.06.1849 übernimmt der Sohn Josef Stolz den Gesamtbesitz, (Schlossacker – Plan Nr. 57/58, 10 Tagwerk). Insgesamt 52 Tagwerk, 99 Dezimal.
Der Wirt gehört Lehenbar zur Gutsherrschaft Poxau (bei Frontenhausen, Graf von Fraunhofen gehörig). Die letzte Abgabe (das Laudemium) nach dem Besitzwechsel, ist am 29.07.1816 – Heirat der Ursula Stolz, geborene Held.

Der Urkataster vom Jahr 1843 – Steuergemeinde Wurmsham
Die Regelung über die Abtretung des Obereigentums und des Zehents regeln am 22. Mai 1843 der Vorstand der Steuergemeinde Wurmsham, Georg Söll und der Pfleger Jakob Neulinger.

Vorsteher, ab 1870 Bürgermeister
- Mit dem Edikt vom 17. Mai 1818 wurden „Vorsteher“ in den Distrikt-Steuergemeinden auf-gestellt und um 1870 erscheint die Amtsbezeichnung „Bürgermeister“.
- Erstmals ging man aufgrund einer Regierungsentscheidung vom 22.07.1869 daran Bürgermeistereien auch für Landgemeinden zu bilden.
- Die Bürgermeister erhielten eine Medaille am weißblauen Band, die neuen „Dienstzeichen der Bürgermeister in Gemeinden mit Landgemeinde-Verfassung“.

- In der Uraufnahme von Wurmsham im Kataster vom 22. Mai 1843 besteht der Steuer-distrikt Wurmsham aus 31 Dörfern, Weilern und Einöden mit insgesamt 46 Häusern, 1905 Parzellen und einer Fläche von 2.796 Tagwerk [24] und 90 Dezimal.[25]

- Der Urkataster[26] von 1843 nennt die Hausnummern und die alten Hausnamen:
- Wurmsham: Haus Nr. 2 Wirt, Nr. 3 Schreiner, Nr. 4 Schmied, Nr. 5 Mesner, Nr. 6 Wagner, Nr. 7 Kramer, Nr. 8 Sattler, Nr. 9 Schneider, Nr. 10 Rothhäusler, Nr. 11 Weber, Nr. 12 Schuster, Nr. 13 Hechelbauer, Nr. 14 Bucherbauer (Puechbauer), Nr. 15 Etzhäusler, Nr. 15 ½ Kirche, Nr. ½ Bader, Nr. 1/3 Schneider.
Niederwurmsham: Nr. 16 Söll, Nr. 17 Binder, Nr. 18 Mittermaier, Nr. 19 Braun, Nr. 20 Wölfl, Nr. 22 Liebl, Nr. 23 Bucherbauer, Nr. 26 Wiesthaler, Nr. 25 Schmied – um hier nur einige Hausnummern zu nennen.

Topographischer Atlas vom Königreich Bayern, Blatt 72.




© Peter Käser


[1] BayHStAM KGL 1019, fol. 259, 287´, 305. Meinrad Schroll, Heimatbuch Oberbergkirchen, S. 161f.
[2] Michael Wening; Historico Topographica descriptio; Rentamt Landshut, München 1723.
[3] Stahleder, Helmuth: Historischer Atlas von Bayern, Teil Altbayern, Heft 36, Mühldorf am Inn.., S. 205, Jettenbach, 1443 sind die herzoglichen Ritter von Törring hier belegt. Die Törring waren auch Ministeriale des Erzstiftes Salzburg.
[4] Käser Peter: Skriptum: Leonhard Simpert, Reichsgraf von Törring auf Wurmsham. Zwei Grabtafeln der Törring in der Kirche von Wurmsham. Vilsbiburger Zeitung vom 15.06.2010. Unter: www.wurmsham.de
[5] Wilhelm von Prey, Jahr 1742, Bayerische Adelsbeschreibung in 32 Bänden, in der Handschriftenab-teilung der Staatsbibliothek München, Cgm 2290, Törring Bd. 26-28, Leonhard Simpert, Bd.28, Seite 206r.
[6] Schwarz, Georg: Hist. Atlas, Vilsbiburg, 1976, Heft 37, Hofmark Wurmsham, S. 233f.
[7] Schroll, Meinrad, Mühldorf: Heimatbuch Oberbergkirchen, 2007, S. 173ff.
[8] Stahleder Helmuth: Hist. Atlas, Mühldorf am Inn, 1976, Teil Altbayern, Heft 36, S. 187.
[9] Staatsarchiv Landshut (StAL), Rentamt Vilsbiburg (RA), B 235, Jahr 1813.
[10] Historischer Atlas Bayern, Mühldorf, S. 404.
[11] Schwarz Georg: Hist. Atlas von Bayern, Heft 37, Vilsbiburg, S. 418.
[12] Landesamt für Vermessung und Geoinformation Bayern, Uraufnahmeblatt Wurmsham.
[13] 1 Tagwerk (T) = 3.407,27 qm = 100 Dezimal. 1 Dezimal (D) = 34,07qm (1/100 Tagwerk).
[14] StAL, Rentamt Vilsbiburg, Nr. B 236. Rustikal- und Dominikalsteuerkataster, 1814
[15] StAL, Rentamt Vilsbiburg Nr. B 237. Umschreibbuch zum Rustikal- und Dominikalsteuerkataster 1818 - 1844.
[16] StAL, Protokoll über Liquidation des Besitzstandes und der Dominikalien zugleich Grundsteuerkataster der Ortschaft Wurmsham, Staatsarchiv Landshut, Signatur 19/39-1. Vom 22. Mai 1843.
[17] Tagwerk (Tagbau): Entspricht etwa einem Jauchert oder Morgen. 1 T = 3.407,27qm = 100 Dezimal = 40.000 Quadratfuß = 400 Quadratruten.
[18] Dezimal: 1 D = 34,07 qm (1/100 Tagwerk)
[19] StAL, Urkataster vom 22. Mai 1843, Rentamt Vilsbiburg, 19/39-1. Der Band 1 geht von Hausnummer 2 bis Haus Nr. 106.
[20] StAL, Rentamt Vilsbiburg, Umschreibheft der Steuergemeinde Wurmsham, 19/39-8. Hier sind sämtliche Veränderungen bis ca. 1960 niedergeschrieben.
[21] MUFFAT Karl August, Schenkungsbuch der ehemaligen gefürsteten Probstei Berchtesgaden, in: Quellen und Erörterungen zur bayerischen Geschichte, Band 1, München 1856. Nr. CXCVI, (= Nr. 196).
> Originalschrift im Hauptstaatsarchiv München, Bestand Fürstpropstei Berchtesgaden 1, fol. 45.
> Jahresangaben aus: Untersuchungen zu den Traditionen des Stiftes Berchtesgaden, Stephani UHLER, 1983/1994.
[22] Ferdinand Kramer, Wilhelm Störmer (HG.): Hochmittelalterliche Adelsfamilien in Altbayern, Franken und Schwaben. Studien zur bayerischen Verfassungs- und Sozialgeschichte, Band XX, 2005, S. 737.
[23] Vierling, Getreidehohlmaß. Ein Vierling ist 9,26 cdm. Der vierte Teil eines größeren Maßes, dem Schäffel.
[24] Tagwerk (Tagbau): Entspricht etwa einem Jauchert oder Morgen. 1 T = 3.407,27qm = 100 Dezimal = 40.000 Quadratfuß = 400 Quadratruten.
[25] Dezimal: 1 D = 34,07 qm (1/100 Tagwerk)
[26] Urkataster, Bezirksamt (BezA) Rentamt Vilsbiburg (RA), Signatur 19/39-1 Urkataster: Der Band 1 geht von Hausnummer 2 bis Haus Nr. 106. - 19/39-2, - Flächenrepertorium 19/39-3
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